Kritik: Bluthochzeit

Patriarchat mit Spitzenschleier

„Bluthochzeit“ von Wolfgang Fortner handelt von Misogynie und patriarchaler Gewalt. An der Oper Frankfurt setzt Regisseur Àlex Ollé diesen Abgründen, die dem Ensemble alles abverlangen, nichts entgegen.

„Ich wünschte du wärst eine Frau“, sagt die Mutterfigur zu ihrem Sohn zu Beginn von Wolfgang Fortners Oper „Bluthochzeit“ (UA 1957). Die wären bekanntermaßen zuhause und mit Sticken beschäftigt und nicht permanent der Gefahr ausgesetzt, durch ihr In-der-Welt-Sein von anderen Männern mit Messern abgestochen zu werden. So geschehen mit ihrem Erstgeborenen und dessen Vater. So simpel und binär ist die Welt gezeichnet, in der Fortner eine Erzählung Federico García Lorcas nach einer wahren Begebenheit vertont[…]

Hier zur vollständigen Kritik.

Foto: Xiomara Bender

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